Beschreibung
Allgemeine Beschreibung:
Viergeschoßiges Mehrfamilienhaus mit Terassengeschoß und dreigeschoßige Zeilenbauten
(Reihenhaus-Maisonetten), gesamt 215 Wohneinheiten zwischen 60 m² und 130 m²
Größe, 1 Kindergarten, 1 Lokal
Das über 300 m lange, schmale Grundstück liegt an der stark befahrenen
Brünner Straße und ist Teil eines Stadterweiterungsgebietes mit zirka 3000 Wohneinheiten.
Die Wohnanlage ist als Niedrig-Energie-Siedlung konzipiert. Die Strategie beruht
auf einer Kombination von optimal orientierten Baukörpern mit hoher Wärmedämmung,
Pufferräumen, Wintergärten, Sonnenfenstern und ausgeklügelter Haustechnik sowie
einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Vorwärmung der Frischluft.
Konzeption eines "Riegels" in der Gestalt einer geschlossenen, fünfgeschoßigen
Bebauung, die das Grundstück nach Nordwesten gegen die Hauptverkehrsstraße abschirmt.
Am nördlichen Ende bildet ein Ausleger dieses "Riegels" den Abschluss, am südlichen
Ende ein dominierender sechsgeschoßiger, ausgeschwenkter Baukörper, der als
sogenannter Kopfbau den Beginn der Wohnhausanlage signalisiert. Im Osten dieses
Riegels befinden sich nun, in schall- und windgeschützter Lage, zehn dreigeschoßige
Zeilenbauten mit je vier Reihenhaus-Maisonetten, darüberliegenden Wohnungen
sowie ein als Kindergarten genutztes freistehendes zweigeschoßiges Gebäude.
An der Straßenseite vorlagert eine winddicht ausgeführte, mit Isolierglas großflächig
verglaste und über ein Rankgerüst begrünte Laubengangzone.
Baugrundfläche: 12.847 m²; Gesamtwohnfläche: 21.704 m², Kubatur:
106.618 m³
Energiekonzept:
Niedrigenergiesiedlung im innerstädtischen Bereich, optimale Orientierung der
Baukörper, hoher Wärmedämmstandard, Pufferräume (Laubengang) gegen die Nord/Westseite,
passive Sonnenenergienutzung, Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Energiekennwerte:
Heizwärmebedarf, Berechnung mit WAE-BED:
- 16,9 kWh/m²a bis 21,6 kWh/m²a (Wohnungen im Riegel, je nach Lage)
- 27,4 kWh/m²a bis 35,3 kWh/m²a (Wohnungen in den Zeilen)
Konstruktion:
Konstruktionsweise
Massivbau, 10 cm Wärmedämmung.
Die in Längsrichtung verlaufenden tragenden Wände sowie alle Außenwände und
die in Stützen aufgelöste Tragstruktur des Erschließungsbereichs sind aus Beton.
Die Zwischenwände sind durchwegs Gipskarton-Ständerwände, die Wohnungstrennwände
Doppelständerwände, die Decken sind allseits gelagerte Beton-Elementdecken.
Die Außenwände der Zeilen bestehen im wesentlichen aus 25 cm starkem Ziegelmauerwerk.
Fenster:
Profil-Holzfenstern mit Zweischeiben-Wärmeschutzglas und entsprechender Detailausbildung.
U-Werte:
| Außenwand: |
0,32 W/(m²K) |
| Kellerdecke: |
0,35 W/(m²K) |
| Dach: |
0,20 W/(m²K) |
| Verglasung: |
1,3 W/(m²K) |
| Boden: |
0,35 W/(m²K) |
Haustechnik:
Heizung:
- Fernwärmeanschluss, Wärmerückgewinnung (Küchen, Sanitärräume, Laubengänge).
- Passive Nutzung der Sonnenenergie (Sonnenfenster, Erker, Wintergärten)
- Hohe Wärmedämmung und entsprechende Speichermasse
Lüftung:
Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Vorwärmung der Frischluft
(erstmals in Mitteleuropa in einem sozialen Wohnbau dieser Größenordnung eingesetzt).
Reduzierung des Energieverlusts durch Lüften auf etwa 40 %.
Warmwasser, Solaranlage:
Fernwärme
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