Beschreibung
Lage der Anlage
Urbane Lage in einem großen flachen alpinen Becken in ca. 446m Seehöhe
Lage der Module
180 ° nach Süden ausgerichtet und vertikal montiert
Ziele, Planung, Bau, Betriebserfahrungen
Erstmalig sollte der tatsächliche erzielbare Beitrag einer großflächigen PV-Fassade
im Zentral-Bereich einer österreichischen Stadt in Beckenlage erfaßt werden.
Zusätzlich galt es - eine in raumplanerischer Hinsicht ästhetische Lösung für
eine nachträglich anzubringende Fassade zu finden und Anregungen zur intelektuellen
Auseinandersetzung mit neuen Energieproduktionsformen zu geben und deren architektonisch
ansprechende Integration bei Neubauten zu bewirken (Siehe Abbildung 1). Es sollte
damit ein Impuls zur Umsetzung gesetzt werden und für die Partner-Unternehmen
Siemens AG Österreich und KELAG eine Herzeige- und Referenzanlage errichtet
werden.
Beschreibung des Anlagenkonzeptes
Auf der Südfassade der KELAG Zentrale in Klagenfurt ist der Generator mit einer
Leistung von 10,2 kWp installiert. 102 Module sind in 8 Teilgeneratoren verschaltet und
netzgekoppelten Wechselrichtern zugeordnet. Teilgeneratoren wurden zu einer Nennleistung
von jeweils 1.200 Wp, der achte Generator jedoch zu einer Leistung von 1.800Wp
verschaltet. Anhand der begleitenden Meßprogramme werden u.a. die Energieverluste beim
stärksten Generator (1800Wp) und die erhöhten Verluste im Vergleich mit den anderen
Generatoren, verursacht durch die Strombegrenzung des Wechselrichters bei Überlast
(Wechselrichter-Nennleistung 800VA), bewertet
Module
102 Solarmodule Siemens M100L (rahmenlose Laminate, frontseitig mit verstärktem 6mm
starken spezialgehärtetem Glas) mit den Abmessungen 642 mm x 1271 mm
Gesamte Bruttofläche und Nennleistung aller Module
84m² Nettofläche und 10,2 kWp Nennleistung
Wechselrichter
8 Wechselrichter Siemens SPN1000
Tragkonstruktion
Adaptiertes ALUHIT-Fassadensystem
Meßtechnik
Folgende Messungen mit kontinuierlicher Erfassung sind vom Betreiber KELAG
durchgeführt worden:
- Elektrische Werte AC/DC-seitig
- Einstrahlung
- Lufttemperatur
- Temperaturverteilung der Solarmodule im Bereich der hinterlüfteten Fassade (Höhe 22 m,
Dachoberkante ca. 40 m)
Ziele und Ergebnisse der Untersuchungen
- Im Beobachtungszeitraum 1.8.1995 bis 31.3.1997 betrug die Einspeisung 11.045 kWh
- Anlagenwirkungsgrad liegt meist zwischen 9 und 11%, kurzfristig im Kleinlastbereich
sinkt er auf 6,5%
- Erwärmung der obersten Modulreihen um max. 6°C gegenüber der untersten Reihe
Generatorüberdimensionierung Faktor 2 in Bezug auf Wechselrichternennleistung
verursacht über ein Jahr gerechnet nur 1,89% Verlust (bedingt durch die vertikale
Ausrichtung der Module)
Mittlerer Jahresertrag der Gesamtanlage in kWh
ca. 7.900kWh /a
Charakterisierung der Last
Verbraucher und Laststruktur entsprechen der Nutzung als Bürogebäude.

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